Zahlen/Daten/Fakten

Bausünden von morgen – der Gesamtplan fehlt!

Integrierte Entwicklungskonzepte, die alle Aspekte – Demografie, Leerstand, soziale und ökonomische Infrastruktur, Klimamanagement, Grünflächen, wichtige Wiesen- und Waldflächen, Naherholung, Wegeverbindungen, sicherer Schul- und Kindergartenwege, und vieles mehr… – zugleich betrachten, bieten die beste Ausgangsposition für eine weitsichtige und qualitätsvolle Entwicklung der kommunalen Struktur. 

Nur wer „einen Plan hat“, kann vorausschauend handeln und zukunftsfähig agieren.

Die Ausweisung neuer Bauflächen ohne Bedarfsanalyse und Abwägung der Alternativen widerspricht dem § 1a Baugesetzbuch (BauGB)

„Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden; dabei sind zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinden insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen sowie Bodenversiegelungen auf das notwendige Maß zu begrenzen. Landwirtschaftlich, als Wald oder für Wohnzwecke genutzte Flächen sollen nur im notwendigen Umfang
umgenutzt werden. (…) Die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftlich oder als Wald genutzter Flächen soll begründet werden; dabei sollen Ermittlungen zu den
Möglichkeiten der Innenentwicklung zugrunde gelegt werden, zu denen insbesondere Brachflächen, Gebäudeleerstand, Baulücken und andere Nachverdichtungsmöglichkeiten zählen können.“  
Die Stadt macht leider genau das Gegenteil.


Flächen wachsen nicht nach

Die Planungshoheit der Kommunen darf nicht als Grundrecht zum Landverbrauch missverstanden werden, sondern als Grundverpflichtung zur Erhaltung des Landes und Natur für nachfolgende Generationen.


Die Ausweisung großer neuer Bauflächen hat negative Folgen auf die Altersverteilung

Werden große Flächen gleichzeitig verkauft und bebaut, kommen auf einen Schlag viele Menschen in der Phase der Familiengründung in die Gemeinde. So ist zu erwarten, dass in einem relativ engen Zeitfenster sehr viele Kindergartenplätze gebraucht werden, mit dem entsprechenden Platz- und Personalbedarf. Dieser kurzfristig sehr hohe Bedarf an Betreuungsplätzen ist für die Gemeinde viel schwieriger zu decken, als der gleichmäßige Bedarf bei langsamem Wachstum oder relativ konstanter Einwohnerzahl. Dasselbe Problem tritt auf bei Schule und Lehrerbedarf.
Dieser ungünstigen schubweisen Zuzug kann auch in unserem Gebiet beobachtet werden. Die Folgen sind überfüllte Kitas und Kindergärten und sehr große Klassen in den Grundschulen für die Kinder mit allen negativen Folgen. Die Grundschulen sind teilweise überhaupt nicht für vier- oder gar fünfzügige Jahrgänge ausgelegt, weder von der Anzahl der Klassenräume, noch von der Anzahl der Lehrkräfte. Die Bewohner eines solchen Neubaugebietes werden normalerweise gemeinsam alt. Das bedeutet wiederum, dass dann für lange Zeit die Kinderzahl niedrig bleibt, mit einem Mangel an Kindern für entsprechende Einrichtungen. Viel günstiger für Schulen, Kindergärten und auch die Finanzen der Gemeinde ist eine stabile Altersverteilung mit langfristig betrachtet, jedem Jahr ähnlichen Kinderzahlen. Aber auch hierzu gibt es, wie in so vielen Bereichen der Kommune kein vernünftiges Gesamtkonzept.

Quelle: Baugesetzbuch, statistisches Landesamt BW, Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (Zukunft sichern – mit Flächen haushalten) 

Für immer zerstört… / Negativbeispiele

Expertenunterstützung

https://fb.watch/5CrkWhPRhz/

Link zur Online – Themenabend mit Dr. Sekol und Gemeinderatsfraktionen der Stadt Schwäbisch Gmünd zum Thema Flächenverbrauch.

Finanzierung von Kommunen

Das „Geschäft“ mit den Ökopunkten

Veröffentlichung von Peter Huber – Allianz Flächenschutz

etc.